4. Festival der Philosophie, Hannover 13.-16.03.2014


Ausstellung und Vortrag über "Mensch & Gesetz", Do 13.04.14, 20.30, Kreuzkirche Hannover,
 
Vorträge:
Prof. Dr. Eugen Drewermann, Fr 14.03.14 um 21 Uhr, Ev. Luth. Marktkirche St. Georgii et Jacobi
PD Oliver Flügel-Martinsen über "Recht auf Dissens", Sa 15.03.14, 13 Uhr, Neustädter Stadt- und Hofkirche St. Johannis
Prof. Dr. Bernhard Taureck (Oratio Publica), Fr. 14.03.14, 11 Uhr, Aula des KWR
Prof. Dr. Bernhard Taureck über "Gerechtigkeit als Hilfestellung", Sa 15.03.14,
12 Uhr, Künstlerhaus
 
Lesungen von "Prozessen & Verteidigungen"(Sokrates, Jeanne D'Arc, Rosa Luxemburg, Giordano Bruno etc.), Fr. 14.03.14 ab 10.30 Uhr, Literaturetage, Künstlerhaus Hannover
 
Vorträge und Diskussion über:
"die Legitimation Europas" mit Rebecca Harms u.a., Sa 15.03.14, 10 Uhr, Künstlerhaus
"Gerechtigkeit vor Ort" mit Dr. Thomas Dürmeier u.a.,Fr 14.03.14, 17 Uhr in der VHS Hannover
"Gerechtigkeit als Geschenk oder als Recht", Fr 14.03.14, 20 Uhr, Neustädter Stadt- und Hofkirche St. Johannis
II. Frauenkonzil: "Gerechtigkeit mal weiblich", Sa 15.03.14, 21 Uhr, Kreuzkirche
"die Rolle der Presse in Bezug zu Kunst und Kultur", Fr. 14.03.14, 11 Uhr, Künstlerhaus
"die Rolle der Medien lokal und global", So 16.03.14, 11 Uhr,
Joachim-Saal, Künstlerhaus
"die Gerechtigkeit in der post-humanen Gesellschaft", So 16.03.14, 15 Uhr, Ev. Luth. Marktkirche St. Georgii et Jacobi
 
Vorträge + Film:
"Psyche, Subjektivität und Gerechtigkeit" mit Prof. Hinderk Emrich,
Sa 15.03.14, 19 Uhr und So um 14.30 Uhr im Kino am Sprengel
Dennis Meadows im Video: So 16.03.14, 11 Uhr, Kommunales Kino, mit Einführung von Thomas Meiseberg
Einführung über B. Traven + Filmvorführung: Das Totenschiff
So 16.03.14, 12 Uhr, Kommunales Kino
 
Vorträge über KünstlerInnen & Verantwortung
So 16.03.14 ab 14 Uhr im Künstlerhaus (Dr. Knodt, Prof. Hieber)
Lesung von Buch "Sehnsucht nach Wahrheit: Schüler befragen ihre Region" am So 16.03.14, 14.30 Uhr
Buchvorstellung von Martin Rembeck: eine Klavierschule für Blinde und Sehende am So 16.03.14, 14 Uhr, Literaturetage
Vernissage der Ausstellung: Bilder der Gerechtigkeit,
 So 16.03.14, 17.30 Uhr, Künstlerhaus
Performance von Monalisa Tina: "Into the Core" So 16.03.14,
19 Uhr, Künstlerhaus

Faltblatt von Accademia di Ipazia

zum 4. Festival der Philosophie: Italien-Anteil

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gesamtes Programm der Landeshauptstadt Hannover:

http://www.festival-der-philosophie.de

Grußwort von Daniela Schadt, Lebengefährtin von Bundespräsident Joachim Gauck

 

http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Berichte/DE/Daniela-Schadt/2014/140314-Philosophie-Festival.html


Festival der Philosophie (13 - 16.03.2014):

copyright Stefan Stettner
copyright Stefan Stettner

Festival der Philosophie in Hannover vom 13. bis 16. März 2014: Wie bitte geht Gerechtigkeit?

Gerechtigkeit ist vielleicht, was man am wenigstens zu feiern hat, da die Menschheitsgeschichte eine Geschichte der Ungerechtigkeit ist.

„Reden“ über Gerechtigkeit braucht moralisches und intellektuelles Engagement, aber vor allem eine gemeinsame Sprache im Dialog (keine Assimilation) mit den verschiedenen historischen, religiösen und kulturellen Kontexten, in denen sie verankert ist. An dieser Sprache arbeiten Religionswissenschaftler (Peter Antes, Kreuzkirche, Riccardo Nanini, VHS) und Journalisten im Künstlerhaus (Claudia Spiewak, Thomas Schiller, Ekrem Senol, Aktham Suliman).

Wer keine Wurzeln hat und sich erst heute geboren fühlt, dem präsentiert Hinderk Emrich die Beziehung zwischen „ich“ und seinem virtuellen Doppelgänger (sein Bild von sich) in Filmbeispielen (Sprengel Kino).

So ist der Weg frei für die Gerechtigkeit als Tugend und soziale/politische Praxis: wir hören in der Ev.-Luth. Martkirche: Eugen Drewermann, Emanuele Coccia, Umberto Galimberti und im Lichthof der Leibniz Universität: Horst Dreier, Axel Honneth, Hartmut Rosa, Ulrich Haltern, Barbara Zehnpfennig.

Die Feuerprobe für die Gerechtigkeit ist ihre lokale Aktualisierung (Thomas Dürmeier, VHS, Salvatore Principe, Neustädter Hof- und Stadtkirche).

Als spontan getarnte und gepriesene Tendenzen, die aber letztlich technokratisch sind, zielen auf die Löschung der Vergangenheit, teilen und verschieben die Verantwortungen, verwalten Geschehnisse, Güter und Personen (Susanne Beck, in der Ev.-Luth. Marktkirche).

Antworten: Resilienz (Dennis Meadows), Erweiterung der Commons (Frauenkonzil: Antje Niewisch-Lennartz, Christine Morgenroth, Michelina Borsari, Donatella Scaiola, Alma Massaro),

Respekt für die KünstlerInnen, die immer Gemeinschaft stiften (Carmelita Brunetti).

Analyse und Handlung von unten werfen Licht auf alte Legitimationen und Machtstrukturen, bereiten eine verantwortliche Lektüre der Gegenwart und bewusste Entscheidungen vor.


La giustizia è forse quanto meno ci sia da festeggiare, essendo a tutti evidente che la storia umana è storia di ingiustizie.

„Parlare“ di giustizia richiede, oltre ad impegno intellettuale e morale, una lingua comune, in dialogo (senza pretese di assimilazione) con i diversi contesti storici religiosi e culturali a cui è fortemente ancorata.

 Per la riflessione sulla lingua vedremo al lavoro studiosi delle religioni (Peter Antes, Kreuzkirche, Riccardo Nanini, VHS) e giornalisti nel Künstlerhaus (Claudia Spiewak, Thomas Schiller, Ekrem Senol, Aktham Suliman).

Per chi crede di non aver radici e si sente nato oggi, viene offerta l’analisi psicologica di Hinderk Emrich del giusto rapporto dell’io con la propria immagine di sé e i „Tu“ personali che si è scelti, con esempi tratti da film (Sprengel Kino Hannover).

Sbancata la strada alla Giustizia come virtù e prassi sociale e politica ascoltiamo nell’Ev.-Luth. Marktkirche: Eugen Drewermann, Emanuele Coccia, Umberto Galimberti e nel Lichthof der Leibniz Universität: Horst Dreier, Axel Honneth, Hartmut Rosa, Ulrich Haltern, Barbara Zehnpfennig.

La prova del fuoco della giustizia è la sua attualizzazione nel locale (Thomas Dürmeier, VHS, Salvatore Principe, Neustädter Hof- und Stadtkirche).

Tendenze camuffate e celebrate come spontanee, ma di natura profondamente tecnocratica mirano a cancellare il passato, dividere e spostare le responsabilità, amministrare fatti, beni e persone (Susanne Beck, nell’Ev.-Luth. Marktkirche).

Risposte: resistenza (Dennis Meadows), allargare i beni comuni (Concilio delle Donne: Antje Niewisch-Lennartz, Christine Morgenroth, Michelina Borsari, Donatella Scaiola, Alma Massaro), rispettare gli artisti, che sono di fatto animatori di comunità (Carmelita Brunetti).

L’analisi-azione dal basso, gettando luce così su vecchie legittimazioni e strutture di potere, prepara una lettura responsabile del presente e orienta in scelte coscienti.

A HANNOVER SI RIDISEGNA LA GIUSTIZIA

Gisela Dischner                                          Eugen Drewermann

Umberto Galimberti                                 Emauele Coccia

copyright Rolf-Hermann Geller
copyright Rolf-Hermann Geller

Nach der Eröffnung des Festivals im Schloss Herrenhausen 13.03.2014 um 18 Uhr (siehe: www.festival-der-philosophie.de) wechselt der Schauplatz der Gerechtigkei in Hannovers Altstadt. Unter der Kreuzigung von Cranach in der Kreuzkirche, mitten in der Ausstellung von „Mensch & Gesetz – Uomo & legge“ spricht um 21 Uhr Prof. Peter Antes über die Rolle des Individuums gegenüber dem Göttlichen Gesetz der abrahamitischen Religionen des Abendlandes.

 

Am darauffolgenden Freitag wird um 11 Uhr im Künstlerhaus über Presse und Gerechtigkeit diskutiert, während in der Literaturetage Lesungen über Jeanne D'Arc, Rosa Luxemburg, Giordano Bruno und Adam Smith stattfinden. Um 18 Uhr fällt der Fokus in der Ada und Theodor Lessing Volkshochschule passenderweise auf die möglichen Formen der Verortung der Gerechtigkeit (Dr. Riccardo Nanini, Dr. Thomas Dürmeier und Dr. Hans Asbeck).

 

Um 20 Uhr wird die "Göttliche Komödie" als szenische Lesung mit Musik und Gesang aus Dantes Zeit in der Gartenkirche St. Marien erlebbar. Parallel wird in der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis weiter die Natur der Gerechtigkeit vertieft: "Gerechtigkeit als Recht oder als Gabe?", fragen sich Dr. Principe und Dr. Franziska Martinsen. Der Tag endet mit dem Vortragin der Marktkirche um 21 Uhr von Prof. Eugen Drewermann mit dem an die Bergpredigt angelehnten Titel: "Wenn eure Gerechtigkeit nicht größer ist...".

 

Prof. Dr. Bernhard Taureck erwartet uns am Samstag um 11 Uhr mit der "Einübung in die Gleichheit für Fortgeschrittene". Am Grab von Leibniz kann anschließend um 13 Uhr mit PD Dr. Oliver Flügel über das Recht auf Dissens. Um 15 Uhr wird im Lichthof des Welfenschlosses nach der Quelle des Rechts gefragt.

 

Der Abend klingt mit dem II. Frauenkonzil um 21 Uhr in der Kreuzkirche aus (in Kooperation mit der Stiftung Leben & Umwelt, der Heinrich Böll Stiftung). Die Referentinnen berichten über die Gerechtigkeit in ihren Handlungsfeldern. Ist Fürsoge die "weibliche" Form der Gerechtigkeit?

Prof. Donatella Scaiola (Università Urbaniana Roma) „Frau in der Bibel“; Prof. Luise Druke (Harvard University) „Am Rande der Menschenrechte“ (Flüchtlingsrecht); Prof. Michelina Borsari (Festival di Filosofia Modena): Denken zwischen Event und Habitus“; Dott.ssa Alma Massaro (Università Genova): „Die Würde der Tiere; Frau Niewisch-Lennartz (Justizministerin): Wissen als Allmende.

 

 

Sonntag, um 11 Uhr wird im Kommunalen Kino im Künstlerhaus ein Video-Vortrag von Dennis Meadows mit Einführung von Thomas Meiseberg präsentiert. Kapitalismus- kritik bleibt auch im nächsten Programmpunkt um 12:30 im Fokus: Nach einer  Einführung in den geheimnisvollen Autor B. Traven stürzen wir uns in die Fluten des metaphorischen Meeres des „Totenschiffes“. Ab 14 Uhr im folgen drei Kurzvortäge über die Idee der Gerechtigkeit bei den Künstlern und ihre Verwirklichung.

 

In der Marktkirche wird um 15 Uhr über die Formen der Gerechtigkeit in der post-humanen Gesellschaft debattiert: Prof. Susanne Beck (Hannover) fragt sich: Ist der Dualismus „Mensch – Maschine“ im Recht noch haltbar? Prof. Emanuele Coccia (HEES, Paris) zeigt uns, wie sich die Gerechtigkeit von der Mensch-Mensch-Beziehung zur Mensch-Ding-Beziehung verschiebt. Prof. Umberto Galimberti (Mailand) stellt uns die modernen Laster vor. Eine Performance von Mona Lisa Tina im Künstlerhaus erschließt uns zum Abschluss eine "neue alte" Auffassung der Philosophie.


Motto: „Scusi, ma la giustizia che cos'è?“ La domanda mette il dito su una piaga perenne, ma indica anche un approccio critico, perché „giustizia“ è diventata una parola vuota, inflazionata, usata demagogicamente. La maggior parte delle persone, che parla di giustizia, è la meno giusta.

E se esistono ancora: vita e mondo, lo dobbiamo ai tanti uomini giusti, nascosti, muti, impegnati in ardite acrobazie per compensare i discorsi vuoti ... sul piatto opposto della bilancia invisibile della Maat egizia. E, qualche volta rischiano anche il sacrifico, lì dove collidono due o più ordinamenti giuridici.

 

Peter Nickl, il filosofo dell'università di Leibniz, ricorda che non si deve parlare di giustizia soltanto come questione istituzionale (leggi giuste, Stato giusto ecc. ), perché essa si realizzerà soltanto nel momento in cui ogni singolo si sentirà chiamato ad essere giusto e viverla come virtù.

 

E contemporaneamente alle relazioni e alle discussioni, nel festival, ripasseranno davanti ai nostri occhi eroine e eroi di giustizia (Socrate, Dante, Giovanna d’Arco, Giordano Bruno, Rosa Luxemburg ecc.), in quanto la prima forma di giustizia è proprio mantenere viva la memoria delle ingiustizie passate.

Faranno da culisse luoghi storici di Hannover (Künstlerhaus, Welfenschloss, Ev. Marktkirche St. Georgii et Jacobi, Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis usw.); cittadini e visitatori impegnati che vorranno accompagnare questi eventi potranno anche metterli alla prova.

 

Dopo un paio di secoli d’ebrezza di giustizia – dalla rivoluzione francese in poi –  troviamo ben pochi casi in cui la parola tanto delude, dove l’aspettativa si dissolve in parola. Tocchiamo un campo molto delicato: milioni di microcosmi dovrebbero muoversi liberamente verso la giustizia globale, ma non avviene automaticamente così. Internet, stampa, giuristi e anche i cittadini si devono impegnare instancabilemtne a correggerne il percorso, svelando nuove mistificazioni e ideologie.

Ma si può dire che il diritto esiste? E se esiste da dove proviene? Dalla nostra natura umana (Jusnaturalismo), da Dio o Dei (diritto divino), o da uno o più ordinamenti (diritto positivo)? In epoca globale scompare uno degli elementi costitutivi dello stato: il territorio, e coesistono parallelamente nello stesso luogo comunità sottomesse a ordinamenti diversi, con un centro che si sposta continuamente da uno stato all’altro e sfugge. Si afferma e espande un nuovo medioevo (Stefano Rodotà), che però non ci fa paura, perché blocca il male organizzato, rallenta una vita diventata troppo frenetica. Da una parte otteniamo il riconoscimento di tutto un insieme di nuovi diritti secondari, dall’altra parte dobbiamo stare in guardia perché potremmo essere coinvolti in nuove guerre giuste (contro minoranze etniche, ambiente, beni collettivi, generazioni future, salute collettiva ecc.). Infatti, delegando tutto alla giustizia istituzionale, fatta dall'alto, lo facciamo a prezzo della libertà e andiamo incontro all’annientamento dell’uomo.

  Ci rimane un'unica strada: essere giusti è l’unico modo per contribuire alla giustizia globale. Ce lo ricorda coraggiosamente la filosofia, ridotta ormani sul letto di morte, contro ogni nuova disciplina e ideologia. 

E tutto ciò lo testimonia la targa affissa davanti al Tribunale di Hannover. Non vi si legge che i cittadini sono uguali davanti alla legge, ma mette in guardia: 'state attenti cittadini, voi siete i soli garanti della Giustizia, questo tribunale 70 anni fa ha condannato a morte in nome della Legge ben 210 cittadini'.

    Una volta scelto di voler essere giusti, ci si spiana davanti una via lunga. Contribuiamo alla giustizia globale, soltanto se procediamo a piccoli passi, modesti, senza "grandi ricette da sopra per tutti". Qui infatti non è il „fare“ che conta, spesso dobbiamo ricorrere a resistenza, a resilienza; qui è soprattutto l’approccio quello che conta. 

Se l’appello alla giustizia nasce dal risentimento, rabbia e invidia, possiamo anche aver ragione nell’analisi, come Marx, ma falliamo e facciamo fallire i nostri seguaci.

Una speranza spunta all'orizzonte dalla coscienza di dover proteggere i beni collettivi (come acqua, aria, sapere, ecc.) e dalla scoperta dell’energia del dono. Tali conquiste ci portano oltre le frontiere di partito, di cultura dell' est e dell'ovest, e aprono nuovi spazi d’azione.