Bibliographie zum Festival der Philosophie in Hannover

Peter Nickl, Assunta Verrone (Hg.): Wie viel Vernunft braucht der Mensch?

Texte zum 3. Festival der Philosophie Hannover 2012

Reihe: Philosophie: Forschung und Wissenschaft, Band 40, 2015, broschiert, 180 Seiten

ISBN: 978-3-643-12285-8, €24.90

 

Wie viel Vernunft braucht der Mensch? Die Texte in diesem Band warten nicht mit Prozentzahlen auf. Vielmehr versuchen sie, verschiedene Facetten der Vernunft einzufangen (die reine Vernunft - Kant, die Vernunft des Herzens - Pascal, die Vernunft des Leibes - Nietzsche) sowie ihre Grenzen zu erkunden. Unweigerlich zeigt sich, dass die Vernunft über sich hinausweist, doch sogar in ihren Explosionen (Hans Ulrich Gumbrecht) ist sie noch bei sich selbst.

Assunta Verrone, Studium der Politik- und Religionswissenschaft, 1993 Diplom an der Akademie der Bildenden Künste in München, leitet seit 2001 das Projekt Treffpunkt Ästhetik.

 Peter Nickl, Studium der Philosophie in München, Habil. 2000 in Regensburg, Vertretungsprofessuren in Hannover und Münster.


Nachrichten aus dem Untergrund: Philosophisch-psychologische und psychoanalytische Aspekte der filmsprachlichen Ästhetik im postmodernen Film

Text des Vortrags von Prof. Dr. Dr. Hinderk Emrich in der Reihe Treffpunkt Ästhetik 2013: "Ich" als Motor der Kunst, von Studio Artistico in Kooperation mit dem Kulturbüro der LHH und dem Kino im Sprengel, gehalten am 29.09.13 um 16 Uhr.

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Bildband des 2. Festival der Philosophie Hannover

a cura di Assunta Verrone

copyright Larom

Edizione Diogene, Napoli, 2011

 


Raimund Nowak, Assunta Verrone, Peter Nickl (Hg.)

Nachhaltigkeit denken

Texte zum 2. Festival der Philosophie Hannover 2010

Reihe: Philosophie: Forschung und Wissenschaft

Bd. 36, 2012, 200 S., 19.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-11044-2


Rezension


Buchvorstellung von "Nachhaltigkeit denken"

Texte zum 2. Festival der Philosophie Hannover, LIT Verlag, 2011, EUR 19,90

Dienstag | 28. Mai 2013 | 17:00 Uhr

im Literaturhaus Hannover, Sophienstr. 2

Programm:

Begrüßung Dr. Georg Ruppelt, Direktor der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek

Grußwort Prof. Rolf Wernstedt, Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft

Buchvorstellung Monika Antes und Prof. Dr. Peter Nickl

Video-Ausschnitte vom 2. Festival der Philosophie Dipl.-Ing. Karsten Reumann

Monika Antes war zunächst viele Jahre in der Industrie tätig. Danach arbeitete sie 20 Jahre als Lehrerin

an der Peter-Petersen-Schule in Hannover. Nach ihrer Pensionierung studierte sie Italianistik und Germanistik

an der Universität Hannover und schloss das Studium mit der Magisterprüfung ab. Jetzt schreibt

sie Bücher über in Deutschland wenig bekannte italienische Autoren wie Dino Campana (1885–1932)

und Sibilla Aleramo (1875–1960).

Prof. Dr. Peter Nickl, geb. 1958 in München, Studium der Philosophie in München und in Pavia, 1985

M. A. in München bei Werner Beierwaltes, 1990/91 Promotion ebd. bei Robert Spaemann, 2000 Habilitation

in Regensburg, 2003–2010 Professurverwalter am Philosophischen Seminar der Leibniz Universität

Hannover, 2010–2012 Vertretungsprofessor am Philosophischen Seminar der Westfälischen Wilhelms-

Universität Münster, zur Zeit Lehrbeauftragter an der Leibniz-Stiftungsprofessur Hannover, apl. Professoran der Universität Regensburg, Gründungsmitglied des Festivals der Philosophie.


 

 

Peter Nickl, Georgios Terizakis (Hg.)

Die Seele: Metapher oder Wirklichkeit?

Philosophische Ergründungen. Texte zum ersten Festival der Philosophie in Hannover 2008

2010, 244 S., kart., 22,80 €

ISBN 978-3-8376-1268-4

Reihe Edition Moderne Postmoderne

 

 


DVD der Beiträge des 1.Festival der Philosophie:

"Die Seele: Metapher oder Wirklichkeit"

Hannover 2008; Bestellung bei Accademia di Ipazia gegen eine Schutzbebühr von 5 €


Das Festival der Philosophie ist ein einmaliges Event auf deutschem Boden, nach dem Geist des „Festival di Filosofia“ von Modena und kommt schon in seiner dritten Auflage. Allen - und nicht nur Erwachsenen - bietet es Veranstaltungen der verschiedensten Art an: mal wird die Vernunft auf die Anklage-Bank gesetzt, mal gelobt, mal neu definiert.

Es kommen namhafte Philosophen aus der ganzen Welt (Hans Ulrich Gumbrecht, Annemarie Pieper, Hans Joas, Christian Illies usw.), die dialogisch miteinander oder mit Musik und Kunst, das Porträt einer noch vertretbaren Vernunft zu zeichnen.

Die Rolle der Vernunft wird nicht rein intellektuell präsentiert, sondern durch Kunst: im Kabarett, in Lesungen, in Theater-Stücken, in Filmen, in Gesprächs-Konzerten, Kunstausstellungen: „Bilder vom Ja und vom Nein“; „Schlaf der Vernunft“ usw.

Und alle diese Veranstaltungen finden in wunderschönen historischen Gebäuden, voller Tradition und Aura, statt, die unsere internationalen Gäste mehr anziehen als hohe Honorare (Kuppel-Halle im Neuen Rathaus, Leibniz-Haus, Welfenschloss, Marktkirche, Cumberlandsche Galerie usw. ). Weil der Ort nicht neutral ist, er gibt mehr als nur einen Rahmen oder eine Kulisse: der Ort interagiert zu einem Gesamtkunstwerk aus Worten, Tönen, Farben und Steinen und macht Geschichte: Wie zum Beispiel der Vortrag von Franco Volpi in der Cumberlandschen Galerie 2008 unvergesslich bleibt.

 

Oft ist auch Selbstbeteiligung vorhergesehen: in Philosophischen Cafés, im Netz (facebook: Gruppe Festival der Philosophie, in Poetry Slam. Sogar aus den geschlossen Abteilungen der JVA möchte man Beiträge über die Vernunft sammeln.

 

300 Kinder der Grundschulklassen werden Luftballons mit den LehrerInnen des Studienseminars für Philosophie Hannover und Stadthagen steigen lassen, und an die Luftballons werden viele Fragen über die Vernunft angebunden.

 

Vernunft ist ein sehr wandelbarer Begriff, von Natur aus sucht jede Generation einen neuen und findet vielleicht einen noch älteren, mit Hilfe der Sprache anders verpackt, vermarktet und verkauft. Vernunft hat mit Verstand, aber auch mit Freiheit und Willen zu tun. Nach der Vernunft des Schönen und des Gemeinsinns rutscht die Menschheit immer stärker in die Diktatur des Möglichen und des Machbaren. Nach den vier Aristotelischen Gründen landen wir mit Leibniz bei einem einzigen „zureichenden Grund“ und wir kommen zum heutigen Tag, wo die Handlung allein vom ökonomisch Möglichen begründet und gerechtfertigt wird.

Es gibt auch große kulturelle Unterschiede zwischen dem Vernunft-Begriff im Norden und im Süden.

Vielleicht gelingt es einem, statt der ständigen Suche nach neue Normen für die Anderen, mehr Vertrauen in sich und die Anderen aufzubauen und neue Lust an der Vernunft zu entdecken, alte Tricks zu entpuppen und an den individuellen und sozialen Folgen einer blinden Akzeptanz einer konventionellen „Vernunft“ zu zweifeln.

Sind wirklich das Unmittelbare, die einfachste Lösung und die einzige sichtbare Möglichkeit das Vernünftigste? Mühe, Dauer sind wichtige Begleiter der Vernunft, um Welt nicht zur Umwelt herunter zu stufen.

Nur sobald wir die Vernunft in uns verortet haben, können wir die Frage beantworten:

Wie viel Vernunft braucht der Mensch? Und der Schritt von passiven Individuen zum aktiven Gestalter der Geschichte ist nicht so fern.

 

Der Spielraum der Vernunft ändert sich mit dem Objektfeld und lässt sich schlecht gendern: sie ist nicht weiblich oder männlich, sondern vom Kopf oder Herzen, persönlich oder sozial, und deren Konflikten. Man kann akzeptieren mit ihre eigene persönlicher Vernunft zu opfern (Sokrates, Hypatia), für die Vernunft des Gesetzes des Ganzen. Und ein anderes Mal ist der Konflikt schon zu spät.

 

Seit der Amerikanischen und der Französischen Revolutionen ist die offene Sklaverei von Mensch zu Mensch abgeschafft worden, aber die versteckte Sklaverei gegenüber Institutionen und Märkten ist gewachsen, ... wo auch Menschen sind.

Eigentlich fällt, wer sich für ein Opfer-Täter-Modell entscheidet, auch leichter in die Gegenrolle.

 

Es gab in der Vergangenheit schon hoch vernünftige und künstlerische Menschen, die uns immer noch ansprechen können: Pascal, Shakespeare, Madame Meck zwischen Tschaikowski und Debussy, ... die werden auch durch das Festival begleiten.