26.10.16: Eröffnung: Simone Mahrenholz (Kanada): "Das gefährliche Schöne" und Andor Izsák, Ev.-Luth. Marktkirche St. Georgii et Jacobi

29.10.16: Karsten Danzmann: Die Schönheit der Schwarzen Löcher: Töne von der dunklen Seite des Universums, Großer Physikhörsaal der LUH (Foto bigs)

28.10.16: Vortrag im Interims-Saal des Niedersächsischen Landtages von Josef Früchtl (Amsterdam). Begrüßung von Bernd Busemann, Präsident des Niedersächsischen Landtages

29.10.2016, Künstlerhaus: Lesung: "Schneeblüte & Rose" mit Daniela Lindemann. Musikalische Umrahmung: Lito Bringas (Foto larom)

29.10.2016:  Vortrag: Wenchao Li: Die Schönheit der Seele: Glück, Lust, Liebe, Freiheit... und die Rolle des Übels bei G. W. Leibniz in der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis

Vorstellung von Schulprojekten in der Ada- und Theodor-Lessing VHS Hannover, IGS Kronsberg, International School Region Hannover, Werner-von Siemens Gymnasium Bad Harzburg

29.10.2016, Gr. Physik Hörsaal: Karsten Danzmann: Die Schönheit der Schwarzen Löcher; Cumberländischen Galerie Lesung mit Ulrike Draesner: Von der irren Schönheit des Lebens

Sprengel Museum Hannover: Reinhard Brandt: Schönheit in der Verneinung; Ulrich Krempel: Die Freinde des Schönen; Kunst mit Refugiees in der Region Hannover mit Joy Lohmann

Gisela Dischner in der Ada- und Theodor- Lessing VHS Hannover über F. Schiller und im Sprengel Museum Hannover:  die Diskussion über die Schöne Stadt

Abschlusskonzert über G. W. Leibniz mit Andrea Freistein-Schade und Nico Benadie in der Lister Matthäeuskirche

Pressekonferenz im Künstlerhaus

5. Festival

der Philosophie

Hannover u. Region

 © Rober Titze, Tagebuchbild, Bilder der Freiheit, rpm hildeshei

Mona Lisa Tina

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Das 5. Festival der Philosophie steht unter dem Motto:

 

"Schönheit ist Freiheit" (Friedrich Schiller) mehr unter:

 

www.philosophiefestival.com

Eröffnung

Mi, 26.10.16, 18:00

Ev.-Luth. Marktkirche St. Georgii et Jacobi Hannover

mit dem Vortrag

von Simone Mahrenholz

 (University of Manitoba, Winnipeg, Canada) „Das gefährliche Schöne“ und

 

mit Andor Izsák (Villa Seligmann) an der Orgel.

Ein paar weitere Höhepunkte (Auswahl):

27. 10., 18 Uhr: Gisela Dischner (LUH/Mallorca) und Ulrich Krempel  (HBK Braunschweig) füllen den berühmten Satz von Theodor Lessing „Bildung ist Schönheit“ mit Inhalt in der Ada- und Theodor-Lessing VHS Hannover. In der Gartenkirche St. Marien erklingt Ordo Virtutum von Hildegard von Bingen (Duo Commedia Nova). 

Am 28.10. reden Marcella Tarozzi (New York), Reinhard Knodt (Berlin),

Eva Koethen (LUH) über die Muster der Schönheit: als Zugehörigkeit und als Konflikt-Stoff (der Apfel von Helena) im Institut für Gestaltungspraxis und Kunstwissenschaft der LUH.

28.10., 18 Uhr: Joseph Früchtl (University of Amsterdam):

 

„Schönheit wird die Welt  retten. Nachdenken über einen weltfremden Satz“, 

im Interims-Plenarsaal des Niedersächsischen Landtages (Georg-von-Cölln-Haus)

 

Anmeldung erforderlich: peter.nickl@phil.uni-hannover.de

20 Uhr: Platon Symposion Über die Liebe“ vom Studio 13 TheaterInstitut, Regie Markus Herlyn, Theatermuseum, Eintritt.

Am 29.10., 11.30 Uhr Karsten Danzmann:  Die Schönheit der Schwarzen Löcher: Töne von der dunklen Seite des Universums, Großer Physikhörsaal, LUH

11 Uhr Diskussion: Die schöne Stadt mit Martina Trauschke, Joachim Ganzert, Ursula Muscheler, Barbara Zibell, Hinrich Storch, Georgios Terizakis, moderiert von Raimund Nowak, Auditorium Sprengel Museum Hannover

 

Am 30.10. ab 10 Uhr Auditorium: Sprengel Museum: Reinhard Brandt (Marburg): Der Verlust der Schönheit; Stefano Ferrari (Bologna): Bellezza e caducità, Sabine Döring (Tübing): Vom expressiven Handeln zum Gefühlsausdruck in der Kunst.

18 Uhr: Ausklang des Festivals mit dem Literarischen-Konzert über G. W. Leibniz mit und Andrea Freistein-Schade (Text und Vortrag) und Nico Benadie (Orgel) in der Lister Matthäuskirche.

 

Weitere Gäste: Ulrike Draesner (Oxford/Berlin), Philipp Bode (Hannover), Carmelita Brunetti (Rom), Rolf Elberfeld (Hildesheim),  Wenchao Li (Hannover/Potsdam), Franziska Meier (Göttingen), Salvatore Principe (Napoli), u.a. Während des Festivals läuft in Hildesheim, im Roemer- und Pelizaeus-Museum, die Kunstausstellung „Bilder der Freiheit“ (KünstlerInnen: Christoph Bartolosch, Shura Born-Kraeff, Nigel Packham, Stefan Stettner, Eva-Maria Stockmann, Sabine Thatje-Körber, Robert Titze, Holle Voss, Assunta Verrone).

Das Kommunale Kino zeigt den Film "à propos: philosophie"  (von Sebastian Köthe, Roman Hagenbrock, Beate Absalon) über die internationale Philosophie-Olympiade für SchülerInnen und "Bella e perduta" vom Peitro Marcello, 2016.

Ulrike Draesner

Daniela Lindemann

     Wenchao Li

Karsten Danzmann

Marion Pusch

     Stefano Ferrari

Monika Antes

Nico Benadie



Gefördert durch die VGH-Stiftung

 

Unter der Schirmherrschaft des Italienischen Generalkonsuls Hannover, Herrn Flavio Rodilosso

und des Präsidenten des Niedersächsischen Landtages,

Herrn Bernd Busemann

 




Accademia di Ipazia in Kooperation mit: Italienischem Generalkonsulat Hannover, Niedersächsischem Landtag, Ev.-Luth. Marktkirche St. Georgii et Jacobi, Leibniz-Stiftungsprofessur Hannover, Ada- und Theodor-Lessing Volkshochschule Hannover, Sprengel Museum Hannover, Kommunalem Kino im Künstlerhaus, Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim, Historischem Museum Hannover, Museum August Kestner, Schauspielhaus Hannover, Kueser Akademie für Europäische Geistesgeschichte, Istituto Italiano di Cultura di Berlino, Institut für Philosophie der Stiftung Universität Hildesheim, Seminar für Romanische Philologie der Georg-August Universität Göttingen, Seminar für Philosophie der Georg-August Universität Göttingen, Institut für Philosophie der Technischen Universität Braunschweig, Institut für Gestaltungspraxis und Kunstwissenschaft der LUH, Gartenkirche St. Marien Hannover, Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis, Lister Mattäueskirche, Macht Worte, Hannoverschem Künstlerverein, Campus Cultur, Referat für Frauen und Gleichstellung der Landeshauptstadt Hannover, GEDOKNiedersachsenHannover, Volkshochschule Langenhagen, Deutsch-Italienische Kulturgesellschaft Hannover, Deutsch-Italienische Gesellschaft Hildesheim,  Com. It. Es Hannover, FestivalFilosofia (Modena), Evropsky Festival Filozofie (Velké Mezirici), Studio Artistico, Commedia Nova, KulturRaum Region Hannover e. V. , Born PR, Tonhalle, Freundeskreis der Stadt Hannover, 08 Desing, Philosophie Magazin, usw.


Die Schönheit entzieht sich jeder Planung, Konstruktion, Produktion. Sie entsteht gerade dort, wo sie kann, als Zeichen einer anderen, einer fremden Welt. Wir Menschen können trotzdem viel tun, um sie „zuzulassen“, um mit ihr in Einklang zu arbeiten. Wir haben eine Dimension mit ihr gemeinsam, die der Zeit.

Wenn „die Moderne“ Raum raubt in der illusionären Annahme, dafür ein längeres und intensiveres Leben zu ermöglichen, braucht ein kreatives und kunstvolles Leben gerade das Gegenteil: Entschleunigung. Wir betreten eine Dimension außerhalb der Technik, wo Sein aus Intuition und kristallisierter Zeit entsteht.

Und eine solche Erfahrung ist nicht nur für KünstlerInnen, AutorInnen, MusikerInnen ratsam, weil Leben sinnvoll ist nur in dem Maße, dass es kreativ ist, dass die Menschlichkeit wachsen kann. 

Schönheit verspricht Freiheit, ob sie es dann einhält oder nicht, ist nicht so wichtig. Sie befreit uns von Gesetzen, aber in dem Moment wo wir Menschen uns daran machen wollen, müssen wir schon viel können und lassen und lassen können, Erfahrungen und Haltungen, die wir irgendwo von irgendjemand gelernt haben müssen.

 

Schönheit impliziert Kreativität und kann uns sogar zur Kunst führen, aber darauf kommt es gar nicht an: unterwegs finden wir auch die Natur und das menschlich Schöne, die Schönheit menschlicher Handlungen. „Bildung ist Schönheit“, sagte Theodor Lessing.

Die Hässlichkeit der rein und knapp „funktionierenden“ Welt würden nicht einmal Labormäuse ertragen.

 

Das Funktions-Fieber hat uns so viele graue Töne besorgt, dass die Idee der Farbe uns nicht retten kann, wir müssen wieder von der Großzügigkeit der Natur lernen.

Wir wollen zurück zu Ur-Erfahrungen kommen, von uns selber und unserer Zeit, um die Herrschaft über unser Leben zu spüren. Wer hat das Recht, uns davon abzulenken? Warum sollte es nicht mehr gehen?                                            (Assunta Verrone, Accademia di Ipazia)

La bellezza si sottrae a ogni pianificazione, costruzione, produzione. Nasce, là dove può, come segno di una realtà straniera. E noi uomini dobbiamo contribuire a farla nascere e metterci in armonia con essa. Abbiamo una dimensione in comune con essa, quella del tempo. Se la modernità rapina spazio vitale nell’illusione, più che nella scelta razionale, di garantirci una vita più lunga e intensa, una vita veramente creativa e artistica ha bisogno proprio dell’incontrario: di andare piano, di rallentare. Entriamo in una dimensione al di là della tecnica, dove l’Essere nasce dall’intuizione e cristallizzazione di tempo. E una tale esperienza è consigliabile per tutti non solo per artisti, autori, musicisti, in quanto la vita ha un senso soltanto nella misura in cui si è creativi, che si cresce nella propria umanità. La bellezza promette libertà, che essa si attenga alle promesse o meno, non importa. Essa ci libera da leggi e non appena vogliamo avvicinarcici a crearla con le nostre mani, notiamo la nostra ignoranza nel fare e soprattutto nel lasciare Essere, la nostra mancanza d’esperienza e del giusto atteggiamento, che vanno appresi in luoghi particolari, da persone particolari.

 

La bellezza implica creatività e ci potrà condurre persino all’arte, ma anche questo non è importante: su questa strada incontriamo anche la natura e l’umanamente bello, la bellezza delle azioni umane. „Bildung è bellezza“ diceva Theodor Lessing. La bruttura del mondo che si limita a voler soltanto funzionare, calcolato con avarizia, non la sopporterebbero neppure le cavie.

La febbre della funzionalità ci ha regalato tanti toni grigi da cui neppure l’idea dei colori ci potrà più salvare, dobbiamo andare di nuovo alla scuola della generosità della natura!

Vogliamo ritornare a esperienze originarie, da soli e nel nostro tempo attuale, per sentirci di nuovo autori della nostra vita . Chi ha il diritto di distoglierci da questo obiettivo?

Perché non dovrebbe essere più possibile?